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Arbeitswagentag im Depot
Arbeitswagentag im Depot Sonderausstellung im Straßenbahn-Museum am 9. Juni
Am Sonntag, 9. Juni, veranstalten die Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. im Straßenbahn-Museum „Das Depot“ in Sebaldsbrück einen Arbeitswagentag. Ausgestellt sind verschiedene Sonder-Fahrzeuge der Bremer Straßenbahn AG (BSAG), die normalerweise eher im Schatten des Straßenbahnverkehrs stehen. Ein Beispiel dafür ist der Arbeitstriebwagen mit der Nr. 5, der im Winter zusammen mit einem Schneepflug für freie Fahrt sorgt. Voraussichtlich werden u.a. auch der Schleifwagen und die beiden AT 4 und 6 mit dabei sein. Den Gästen werden deren Aufgaben gern erklärt. Das Museum in der Schloßparkstraße 45 ist wie gewohnt von 11 bis 17 Uhr (der letzte Einlass ist um 16:30 Uhr) geöffnet. Erwachsene zahlen zwei Euro, Kinder einen Euro.
Infos
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Wieder unterwegs: der legendäre Großraum-Zug
Von Sambawagen, Zigarren und der „alten 10“.
Zurück in die fünfziger Jahre: 1953 wurden die ersten Großraumwagen bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) eingesetzt. Das Design der Züge mit den vielen Rundungen entsprach dem damaligen Zeitgeschmack und brachte ihnen schnell den Spitznamen „Zigarre“ ein. Ihre Drehgestelle sorgten für deutlich mehr Fahrkomfort als die herkömmlichen zweiachsigen Straßenbahnwagen und führten zu wiegenden Bewegungen bei der Fahrt – daher auch der zweite Spitzname „Sambawagen“. „Türen, die sich wie von Geisterhand öffneten“ (also automatische Türen) waren seinerzeit ebenso neu, wie der sogenannte Fahrgastfluss: Hinten beim Schaffner einsteigen, der auf einer Art „Thron“ saß, ganz nach vorn durchgehen und dort aussteigen. Da die Fahrzeuge ein größeres Fassungsvermögen als die bisherigen Bahnen boten, reichte ein Anhänger aus. Durch den Verzicht auf den zweiten Beiwagen konnte man einen Schaffner einsparen, so dass man „nur“ noch einen Fahrer und zwei Schaffner (oder eine Fahrerin und zwei Schaffnerinnen) benötigte – in Zeiten der Vollbeschäftigung war nämlich an Personal kaum heranzukommen.
Rund 55 Jahre auf Achse
1954 folgte eine weitere Serie, die bei Hansawaggon-Bau in Hemelingen und zum Teil bei der Waggonfabrik Esslingen gebaut wurde. Sie umfasste 22 Trieb- und 20 Beiwagen. Diese wurden anfangs nur auf der stark genutzten Linie 2 eingesetzt. Im Laufe ihrer Einsatzdauer kamen sie aber auch auf den Linien 3, 4 und 10 sowie 15 und 16 in den Einsatz. Und natürlich wurden die Großraumwagen immer wieder modernisiert; beispielsweise erhielten sie stärkere Motoren und konnten daher gut beschleunigen. Die letzten ihrer Bauart, nämlich zwei Züge, verabschiedeten sich erst nach 36 Einsatzjahren, das heißt im Jahr 1990 auf der Linie 10 (daher der Spitzname „alte 10“). Sie wanderten jedoch nicht wie viele ihrer Kolleginnen auf den Schrott, sondern wurden für die Nachwelt aufgehoben. Dazu gründeten Interessierte den Verein Freunde der Bremer Straßenbahn e.V., der sich seitdem im Auftrag der BSAG um die historischen Wagen kümmert und diese für historische Rundfahrten einsetzt. Im Straßenbahnmuseum in Sebaldsbrück sind von den Großraumwagen der Zug 811/1806 als fahrfähiger Zug und der zweite Zug 827/1815 als Ausstellungsstück hinterstellt.
Auch der Großraumzug 811/1806 ist Baujahr 1954. Schon durch den ersten Anblick fühlen sich die Betrachter in die Nierentisch-Ära und in die Wirtschaftswunder-Jahre zurückversetzt. Nachdem er seit 1990 bereits rund zwanzig Jahre als Museumszug vor allem für Stadtrundfahrten genutzt wurde, musste die Technik gründlich überprüft, überholt oder erneuert werden. Die Aufgaben wurden von den ehrenamtlich Aktiven der Freunde der Bremer Straßenbahn e.V., darunter vor allem ehemalige Techniker und Handwerker der BSAG (Rentner), gemeinsam mit den Fachleuten der BSAG abgearbeitet. Dabei hat das Aufarbeitungsteam zum Beispiel Träger erneuert und die Elektrik überholt. Auch die Radreifen waren zu ersetzen. Der ursprüngliche Scheren-Stromabnehmer älterer Bauart wurde durch den Umbau eines im Straßenbahn-Museum in Wehmingen noch vorhandenen Modells hergestellt und auf dem Dach montiert.
Jetzt noch großräumiger
Im Rahmen der umfangreichen Arbeiten erhielt der Triebwagen 811 auch seinen originalen Fußboden aus Lattenholz anstelle des dunk-len Kunststoff-Fußbodens zurück. Dies hat den Fahrgastraum op-tisch nachhaltig verändert: Er wirkt jetzt „großräumiger“ und auch gemütlicher als vorher. Das Aufarbeitungsteam hat den Original-Schaffnerplatz anhand alter Fotos rekonstruiert und in Handarbeit angefertigt. Das gesamte Gestühl aus Pressholz (Durofol) wurde überholt und lackiert. Das Gestänge zum Festhalten der Fahrgäste hat neue Überzüge erhalten. Diese und viele weitere Details sorgen dafür, dass der Wagen innen und außen wieder so aussieht, wie in den fünfziger Jahren. In den Beiwagen wird die ursprüngliche Innen-einrichtung zu einem späteren Zeitpunkt eingebaut. Außerdem müs-sen die Radreifen vor der Inbetriebnahme noch erneuert werden.
Der 811 auf Schnupperfahrt
Am 6. April wird der Wagen 811 erstmals für die Öffentlichkeit unterwegs sein. Im Rahmen des historischen Linienverkehrs zur Eröffnung der Linie 1 pendelt die „Zigarre“ zusammen mit seinen Kollegen zwischen dem Bahnhof Mahndorf und dem Betriebshof Neue Vahr.
Daten und Fakten des Großraum-Triebwagens Nummer 811:
- Hersteller: Hansa - Waggonbau GmbH, Bremen
- Baujahr: 1954
- Ende des Linieneinsatzes: 1990
- Länge über Rammbügel: 14185 mm
- Breite: 2200 mm
- Höhe: 3016 mm
- Gewicht: 15,3 t
- Sitzplätze: 28
- Stehplätze: 75
- Motor: 4 x AEG GBM 401
- Leistung: 4 x 60 kW
- Fahrschalter: Kiepe NF 52
- Bremse: Schienenbremse 4x4 Tonnen, Generatorbremse, Fe-derspeicherbremse
- zulässige Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
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Frühjahrs- und Sommerprogramm 2013
Das Faltblatt zum Herunterladen (etwa 120 kb) finden Sie hier
Sommerreisen durch die Zeit . /. Das neue Programm der Freunde der Bremer Straßenbahn e.V.
Auch in diesem Sommer bietet der Verein Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. interessante Reisen durch Zeit und Raum an. Der Höhepunkt ist sicher die Wiederinbetriebnahme des Großraum-Triebwagens 811, Baujahr 1954, der über mehrere Jahre hinweg restauriert wurde. Selbstverständlich sind auch die Stadtrundfahrtlinie 15 und die historische Ringbahnlinie 16 wieder im Angebot. Die wichtigsten Fakten sind:
- 6. April 2013 - historischer Verkehr zwischen dem Betriebshof Vahr und Mahndorf: Am 2. April geht die neue Straßenbahnstrecke bis zum Bahnhof Mahndorf in Betrieb. Zu diesem Anlass bieten die Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. am Wochenende 6. April 2013 einen historischen Linienverkehr an.
- Zur Langen Nacht der Museen am 25. Mai 2013 wird voraussichtlich wieder ein Shuttle-Service angeboten. Außerdem öffnet das „Depot“, die Straßenbahn-Ausstellung in Sebaldsbrück.
- Arbeitswagentag im Depot am 9. Juni 2013: Ausgestellt sind Fahrzeuge, die normalerweise eher im Schatten des Straßenbahnverkehrs stehen.
- Am Sonntag, 18. August 2013, begibt sich ein historischer Straßenbahnzug von 1967 auf die Spuren der englischen Linien. Während der mehrstündigen Rundfahrt erfährt der Fahrgast Wissenswertes über die Geschichte des Straßenbahnverkehrs zwischen Gröpelingen und Sebaldsbrück/Weserwehr. Der Fahrpreis beträgt 15 Euro/10 Euro.
- Auch in diesem Jahr fahren die Stadtrundfahrtlinie 15 zwischen Mai und Oktober sowie die historische Ringbahnlinie 16 von April bis September an jedem zweiten beziehungsweise vierten Sonntag im Monat durch Bremen. Bei der Linie 16 entfällt die bisherige Abfahrtszeit um 10:20 Uhr aufgrund geringer Nachfrage.
Soweit nicht anders vermerkt, fahren die historischen Bahnen am Hauptbahnhof vom verlängerten Bahnsteig F ab. Er befindet sich bei der Rasenfläche vor dem Übersee-Museum.
Für alle Fahrten ist eine Voranmeldung empfohlen oder sogar erforderlich.
Souvenir oder Geschenk gesucht?
Das ist im Angebot:
- Historisches Busmodell im Maßstab H0. Modell eines Zweiachsbusses von Mercedes-Benz, Typ MB O305 von Brekina, im Zustand von 1977. Der Preis beträgt rund 34,50 Euro. Die Auflage ist mit 500 Stück limitiert. Das Modell ist über den Verein und im BSAG-Kundencenter an der Domsheide erhältlich.
- Zeitschrift: Die Elektrische Nr. 19. Themen sind die Aufarbeitung des Großraumwagens 811, die Verlängerung der Linie 1 nach Mahndorf, Bremerhavener Straßenbahnen in Bremen und die ehemalige Gärtnereiumfahrung der Linie 1 in der Vahr. Der Preis beträgt 4,50 Euro.
Die Termine sind in der Übersicht (Änderungen vorbehalten!)
- 14. April 2013: Das Depot
- 28. April 2013: Historische Ringbahn (Linie 16)
- 12. Mai 2013: Das Depot/ Stadtrundfahrten (Linie 15)
- 25. Mai 2013: Lange Nacht der Museen im Depot von 18 bis um 1 Uhr
- 26. Mai 2013: Historische Ringbahn (Linie 16)
- 9. Juni 2013: Das Depot/ Stadtrundfahrten (Linie 15) - Arbeitswagentag
- 23. Juni 2013: Historische Ringbahn (Linie 16)
- 14. Juli 2013: Das Depot /Stadtrundfahrten (Linie 15)
- 28. Juli 2013: Historische Ringbahn (Linie 16)
- 11. August 2013: Das Depot/ Stadtrundfahrten (Linie 15)
- 18. August 2013: Themenfahrt „Auf den Spuren der englischen Linien“ (Linie 7)
- 25. August 2013: Historische Ringbahn (Linie 16)
- 8. September 2013: Das Depot/ Stadtrundfahrten (Linie 15)
- 22. September 2013: Historische Ringbahn (Linie 16)
- 13. Oktober 2013: Das Depot/ Stadtrundfahrten (Linie 15)
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Das Depot - ein Museum für die Straßenbahn
FALTBLATT
Das Faltblatt der Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. finden Sie als PDF-Dokument zum Herunterladen (rund 2 mb) hier
NÄCHSTER TERMIN
Sonntag, 9. Juni 2013 - Achtung! Neue Öffnungszeiten von 11 bis 17 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr)!
Arbeitswagenausstellung ... die schienengebundenen Arbeitswagen der BSAG werden am 9. Juni 2013 im Rahmen der normalen Öffnungszeit 11:00 - 17:00 des Bremer Straßenbahnmuseums "Das Depot" in Bremen-Sebaldsbrück zu besichtigen sein. Voraussichtlich werden u.a. auch der Schleifwagen und die beiden AT 4 und 6 mit dabei sein.
Arbeitswagentag im Depot Sonderausstellung im Straßenbahn-Museum am 9. Juni
Am Sonntag, 9. Juni, veranstalten die Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. im Straßenbahn-Museum „Das Depot“ in Sebaldsbrück einen Arbeitswagentag. Ausgestellt sind verschiedene Sonder-Fahrzeuge der Bremer Straßenbahn AG (BSAG), die normalerweise eher im Schatten des Straßenbahnverkehrs stehen. Ein Beispiel dafür ist der Arbeitstriebwagen mit der Nr. 5, der im Winter zusammen mit einem Schneepflug für freie Fahrt sorgt. Voraussichtlich werden u.a. auch der Schleifwagen und die beiden AT 4 und 6 mit dabei sein. Den Gästen werden deren Aufgaben gern erklärt. Das Museum in der Schloßparkstraße 45 ist wie gewohnt von 11 bis 17 Uhr (der letzte Einlass ist um 16:30 Uhr) geöffnet. Erwachsene zahlen zwei Euro, Kinder einen Euro.
Infos
INFOS
Das „Depot“ in der Schloßparkstraße 45 öffnet an jedem zweiten Sonntag im Monat, von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr (letzter Einlass ist um 16.30 Uhr) wieder seine Tore. In der seit 2003 bestehenden Straßenbahn-Ausstellung der Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. in Sebaldsbrück erhält man nicht nur interessante Einblicke in die Entwicklung der Bremer Straßenbahn, sondern „er-fährt“ auch einiges über den Alltag in einem Verkehrsbetrieb. Da die Ausstellung bei den Bremerinnen und Bremern gut ankommt, wurde sie in vergangenen Wochen von den Freunden der Bremer Straßenbahn e.V. erweitert und ergänzt. Zu sehen ist u.a. einer der ersten Niederflurbusse, der vor 25 Jahren (ab dem Jahr 1988) den Nahverkehr in unserer Stadt nachhaltig veränderte.
RUNDGANG
Bereits bei der Gründung des Vereins im September 1989 war durch die Gründungsmitglieder beschlossen worden, auch in Bremen ein Straßenbahnmuseum nach den Vorbildern anderer Städte aufzubauen und zu betreiben. Wegen fehlender Räumlichkeiten musste dieses Vorhaben aber zunächst zurückgestellt werden. Als der Verein 2002 im hinteren Teil des Straßenbahnbetriebshofs Sebaldsbrück (Zugang von der Schloßparkstraße) neue, größere Räume erhielt, wurde dieser Entschluss wieder aufgenommen, um die inzwischen stark angewachsene Sammlung von Schaustücken aller Art, vor allem aber die Fahrzeuge, einem interessierten Publikum zeigen zu können. Nach 15-monatigen intensiven gemeinsamen Umbau- und Renovierungsarbeiten durch die Vereinsmitglieder wurde die Dauerausstellung im Oktober 2003 feierlich eröffnet.
Als passender Name war „Das Depot“ gewählt worden, wobei die drei über dem Schriftzug stehenden Bögen die Dachform der Sebaldsbrücker Fahrzeughalle symbolisieren. Die Ausstellung gliedert sich in zwei Teile: In der vorderen Ausstellungshalle werden die Besucher durch Stellwände, Schautafeln, Fotos, alte Fahrscheine und zahlreiche Exponate über die Geschichte und die Technik der Straßenbahn informiert.
- Geschichte: Hier erfahren die Besucher, wie 1876 alles mit derPferdebahn begann, welche Aufgaben die Stallmeister hatten, wann
in Bremen die erste „Elektrische“ fuhr, welche Bedeutung die früheren Farbscheiben hatten, wie viel im November 1923 ein Fahrschein kostete, wann die Strecke zur Neuen Vahr und weiter nach Blockdiek und danach bis Osterholz eröffnet wurde; aber auch, wann man zum letzten Mal mit der „Elektrischen“ nach Findorff fahren konnte.
- Fahrscheine und Entwerter: Hier wird gezeigt, wie in den vergangenen 135 Jahren die Fahrkarten aussahen und wie „Schwarzfahren“ verhindert wurde.
- Technik: Wen es interessiert, welchen Weg der Strom vom Kraftwerkbis in die Fahrmotoren zurücklegt, wie ein Fahrschalter funktioniert, wie die Fahrleitung an den Häuserwänden befestigt wurde, wozu eine Schienenbremse gut ist, weshalb jede Straßenbahn einen Umformer hat, wie in der „Vor-LED-Zeit“ Liniennummern und Fahrziele durch Kurbeln umgestellt wurden und was ein alter Kohlenschütter mit der Straßenbahn zu tun hat, für den ist dieser Bereich interessant.
- Er leitet aber auch über zur Bremer Straßenbahn von heute. Hiergeht es unter anderem um Signale: Es wird erklärt, welchen Sinn dass „A“ und das orangefarbene „T“ an den Ampeln haben und wie die Fahrer erkennen können, ob die Weichen in die richtige Richtung zeigen und wie schnell in manchen Bereichen gefahren werden darf.
Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass viele Ausstellungsstücke als Spenden zum Verein gekommen sind und nur deshalb einer großen Öffentlichkeit gezeigt werden können, wofür auf diesem Wege den Spendern einmal herzlich gedankt wird. Die ursprüngliche, aber „in die Jahre gekommene“ störanfällige H0-Modell-Straßenbahnanlage wurde 2009 durch eine neue LGB-Anlage ersetzt, die durch einen „richtigen“ alten Fahrschalter gesteuert werden kann und sich speziell bei den jüngeren Besuchern großer Beliebtheit erfreut. Einige Ausstellungsstücke haben eine sehr bewegte Vergangenheit, wie zum Beispiel der Kopf des Triebwagens 820, der 2006 nach einer längeren Odyssee zu uns gelangt ist. Er leitet zum zweiten Teil über, den Fahrzeugen: Durch einen kleinen Durchgang gelangen die´Besucher von der Ausstellungshalle in den durch einen Zaun gesicherten Bereich der Fahrzeughalle zur Fahrzeugausstellung, die sicherlich als Höhepunkt bezeichnet werden kann, und in der die Bremer Museumswagen aus nunmehr neun Epochen in vollem Glanz zu Msehen und bestaunen sind:
- Triebwagen 49 „Molly“ von 1900, Triebwagen 134 (Baujahr 1904) im Bauzustand von 1939,
- der erste Nachkriegsneubau „Dockwagen“ 701 von 1947,
- zwei so genannte Großraumzüge („Zigarren“; Triebwagen 811 und Beiwagen 1806 sowie 827 und 1815) von 1954, dann ein besonderes Unikum, das es in dieser Form nur in Bremen gegeben hat:
- der Dreiachs-Gelenktriebwagen („Ackerwagen“) 917 von 1957, der als einziger aus einer Serie von je 27 Trieb- und ebensolchen Beiwagen erhalten geblieben ist.
- Es folgen ein Hansa-Gelenkzug (446/1458) von 1967 und ein Wegmann-Zug (528/728) von 1977.
- Im Jahre 2009 wurde ein alter Wagenkasten geborgen, der von 1925 bis 2009 in einem Kleingarten als Landbude gedient hatte und als ehemaliger Pferdebahnwagen Nr. 23 von 1888 identifiziertwurde.
- Daneben sind noch einige Arbeits- und Sonderfahrzeuge zu sehen, und auch die Busfans kommen auf ihre Kosten. Die Wagen49, 134, 701, 811/1806, 917 sowie 446/1458 sind voll fahrbereit und werden, mit Ausnahme des Triebwagens 49, auch für Fahrten eingesetzt. Triebwagen 811 befindet sich derzeit allerdings in der Werkstatt, wird aber voraussichtlich im Herbst zusammen mit seinem Beiwagen 1806 wieder auf Tour gehen können. Filme und Fotos zu aktuellen und vergangenen Ereignissen runden die Ausstellung ab.
WEITERE EXPONATE
Weitere Exponate in der Ausstellung sind:
- LGB-Modellbahn-Anlage (Spur IIm), die man mit einem echten Fahrschalter steuern kann
- Der seit einigen Jahren vorhandene Opel Blitz, ein Turmwagen der ehemaligen Bremerhavener Straßenbahn zur Wartung der Oberleitungen, wurde in die Ausstellung integriert
- Für die kleinen Besucher gibt es eine Holz-Eisenbahn
- Ehemaliger Gelenkbus der Bremerhavener Verkehrsbetriebe
- Noch in Planung ist ein Funkraum, der sozusagen eine Miniatur-Leitstelle darstellt. Ein CB-Funkgerät wird installiert, mit dem man dann einen der abgestellten Wagen anfunken kann
Das Depot – die Straßenbahn-Ausstellung im Betriebshof Sebaldsbrück, Schloßparkstr. 45, geöffnet an jedem zweiten Sonntag im Monat von 11 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen 2 Euro Eintritt, Kinder nur einen Euro. Mit Bodo Bonus gibt es für eine Begleitperson freien Eintritt.
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