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Linie 1-Mahndorf aktuell
BAHN FREI FÜR DEN BAU DER LINIE 1 (vom 30. April 2010)
Baubeginn für die Verlängerung von Osterholz bis zum Bahnhof Mahndorf
Der 30. April 2010 ist ein bedeutender Tag für Bremen und seine Straßenbahn: Der Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Dr. Reinhard Loske der Parlamentarische Staatsekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Enak Ferlemann, der Leiter des Amtes für Straßen und Verkehr, Jürgen Mitz, der Vorstandsvorsitzende der BSAG, Georg Drechsler, und Vertreter der örtlichen Politik geben den Bau der neuen, rund 4,8 Kilometer langen Straßenbahnstrecke der Linie 1 zwischen Osterholz/Züricher Straße, Tenever, Hans-Bredow-Straße und Mahndorf frei. Das von der BSAG-Tochtergesellschaft Consult Team Bremen GmbH (CTB) geleitete Projekt umfasst neben den Gleis- und Fahrleitungsarbeiten die Erneuerung von Fahrbahnen, Rad- und Fußwegen sowie der Parkstreifen, Baumpflanzungen und die gesamte Erneuerung beziehungsweise Umverlegung von Versorgungsleitungen und Kanälen im genannten Abschnitt.
Das Konzept
Am 14. Januar 2010 fordert Bundespräsident Horst Köhler anlässlich der ADAC-Preisverleihung „Gelber Engel“ 2010: „Der öffentliche Nah- und Fernverkehr muss weiter ausgebaut werden – nicht nur in Absichtserklärungen. Er gehört ins Zentrum unserer Mobilitätspolitik.“ (Quelle: http://www.bundespraesident.de/-,2.661099/Grusswort-von-Bundespraesident.htm). Der Öffentliche Personennahverkehr ist nicht nur ausbaufähig, sondern gehört zu den wirtschaftlichen Standortaspekten und -vorteilen einer Region, denen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Mehr Schienen für Bremen und das Umland, mehr direkte Verbindungen: Mit guten Ideen werden noch mehr Fahrgäste von der Straße auf die Schiene gebracht. Das zeigt sich auch bei allen ab 1998 eröffneten neuen Strecken, die oft Fahrgast-Zuwächse von über 60% erbrachten. Die Fahrgastzahlen der BSAG sind von 92,5 Millionen (1997) auf über 101 Millionen (2009) angestiegen.
Bremens Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Dr. Reinhard Loske: „Mit dem Ausbau des ÖPNV-Angebots tun wir etwas für die Wirtschaftlichkeit und den Umweltschutz. Im Rahmen der Daseinsvorsorge wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass auch künftig alle Bevölkerungsschichten mobil bleiben. Die Wirtschaft erhält einen Impuls, denn eine verbesserte Infrastruktur ist eine Chance für Handel, Handwerk und Gewerbe. Und das rechnet sich: Bessere Verbindungen führen zu mehr Fahrgästen. Mehr Fahrgäste bringen höhere Fahrgelderträge. Mehr Einnahmen bei gleich bleibendem oder sinkendem Aufwand verbessern das Ergebnis der BSAG. Alles zusammen wirkt sich positiv auf den Wirtschaftsstandort aus. Das Zielnetz 2010 zum Ausbau des Straßenbahnnetzes wurde am 8. April 2005 in der Bremer Baudeputation auf den Weg gebracht. In den kommenden Jahren werden insgesamt sechs neue Straßenbahnstrecken mit einer Länge von rund 30 Kilometern gebaut und in Betrieb genommen. Es beinhaltet auch Verbindungen in die niedersächsischen Nachbargemeinden. Da Straßenbahnen wesentlich mehr Platz bieten als der Bus, schafft das Konzept auch die Voraussetzung für größere Fahrgastzuwächse. Weitere Wohn- und Gewerbegebiete sowie Einkaufszentren erhalten attraktive Direktverbindungen mit dem Zentrum.“
Folgende neue Strecken werden gebaut:
- Linie 1 nach Mahndorf,
- Linien 1 nach Mittelshuchting und 8 nach Leeste,
- Linie 4 nach Falkenberg sowie
- Linien 2 und 10 nach Osterholz beziehungsweise zu Mercedes.“
Jürgen Mitz, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehr: „Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts „Anbindung Ost“, mit dem Ziel, die Verkehrsverhältnisse in den Stadtteilen Hemelingen und Osterholz deutlich zu verbessern. Ein Meilenstein hierfür ist der 2008 abgeschlossene Ausbau der Hans-Bredow-Straße mit der Schaffung zusätzlicher Fahrstreifen. Dies bewirkt für die hoch belasteten Fahrbeziehungen Osterholzer Heerstraße bzw. Hans-Bredow-Straße zur BAB 27 Richtung Hannover eine enorme Entlastung, was dem gesamten Verkehrsfluss zu Gute kommt. Beim Ausbau der Hans-Bredow-Straße wurde der erforderliche Platz für die Straßenbahn-Trasse in Straßenmitte geschaffen. In den beiden Knotenpunkten sind im Zuge des Straßenbaus die Schienen bereits eingebaut. Damit wird ein erneuter Eingriff in die empfindlichen Knotenpunkt-Bereiche beim Bau der Straßenbahn vermieden. Mehr Informationen gibt es im Internet auf unserer Homepage: http://www.anbindung-ost.de/
Gute Gründe für den Ausbau der Linie 1
Die Straßenbahnlinie 1 soll schon ab 2012 von der heutigen Endstation an der Züricher Straße über Tenever bis zum neuen Bahnhof Mahndorf rollen und dabei auch die großen Einkaufs-märkte an der Hans-Bredow-Straße anbinden. Georg Drechsler, Vorstandvorsitzender der BSAG: „Zwischen der Vahr, Blockdiek, Osterholz und Mahndorf gibt es starke Verkehrsströme. Daher müssen heute viele Fahrgäste an der Züricher Straße umsteigen. Die Busverbindungen sind zudem stark nachgefragt. Rund 16.000 Einwohner, Kunden der Einkaufsmärkte und Freizeitstätten an der Hans-Bredow-Straße sowie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Gewerbegebiet Nußhorn erhalten durch die Verlängerung der Linie 1 eine schnelle und komfortable Direktverbindung in Richtung Vahr, Hauptbahnhof und Innenstadt. Der Stadtteil Tenever, der bisher keinen Schienenanschluss hatte, profitiert neben den zurzeit laufenden Maßnahmen zur Strukturverbesserung auf diese Weise von einer zusätzlichen Qualitätssteigerung. Der Bahnhof Mahndorf wird neu gestaltet, so dass die verlängerte Linie 1 und die Nahverkehrszüge dicht beieinander halten. Durch die enge Verzahnung der Verkehrsmittel kann der ÖPNV im gesamten Bremer Osten neu und damit für die Menschen noch attraktiver gestaltet werden. Denn auch aus dem Umland lassen sich Fahrgäste gewinnen, die zum Beispiel über Mahndorf zum Weserpark fahren.“
So geht es lang
Die Neubaustrecke der Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 verläuft von der gegenwärtigen End-Wendeschleife an der Walliser Straße (Haltestelle Züricher Straße) über die St.-Gotthard-Straße und Otto-Brenner-Allee bis zur Osterholzer Heerstraße. Von dort führt sie weiter über die Hans-Bredow-Straße und über eine vorhandene Freifläche bis zum Ehlersdamm. Ab hier verschwenkt die Trasse in Richtung Süden und findet ihr Ende am geplanten neu gestalteten Haltepunkt der künftigen Regio-S-Bahn in Bremen-Mahndorf.
Die Straßenbahnstrecke wird grundsätzlich zweigleisig und mit einem besonderen, von der Straße abgesetzten Bahnkörper errichtet, um eine weitgehende Unabhängigkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs von dem motorisierten Individualverkehr zu gewährleisten. Nur auf einem Teilabschnitt der St.-Gotthard-Straße (zwischen Brienzer Straße und Engadiner Straße) werden die Gleise im Straßenraum (straßenbündig) verlegt, da die beengten Verhältnisse eine Aufweitung des Straßenkörpers nicht zulassen. Am Bahnhof Mahndorf werden eine Wendeschleife sowie eine P+R-Anlage eingerichtet. Hier kann künftig in die Regio-S-Bahn nach Verden beziehungsweise Bremen Hauptbahnhof und Bremen-Nord umgestiegen werden.
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