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Die Schienen rücken in die Mitte (13.6.2013)
Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 in Huchting (Senatspressemitteilung vom 13. Juni 2013)
Der Wunsch aus dem Stadtteil Huchting, die Schienen für die Straßenbahnlinie 1 auf der Heinrich-Plett-Allee in der Mitte und nicht auf der Seite zu führen, wird aufgegriffen. Heute wurde in der Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie ein entsprechender Bericht der Verwaltung diskutiert. Zwischen Delfter Straße und der Brücke über die B 75 wird die Bahn auf einem Rasengleis in der Mitte verlaufen. Auf beiden Seiten wird ein 2,50 Meter breiter Gehweg und ein 1,85 Meter breiter Schutzstreifen für den Radverkehr eigerichtet. Die neue Variante ist Ergebnis einer Prüfung, die sich aus der Diskussion in den Bürgerforen ergeben hatte.
Ein Großteil der Bäume an den Kreuzungen Delfter Straße, Nimweger Straße und Am Sodenmatt kann so erhalten bleiben, zwischen Delfter Straße und Am Sodenmatt können zusätzlich neue Bäume gepflanzt werden. Die Haltestellen und Gehwege zwischen Delfter Straße und Am Sodenmatt sind gut zu erreichen. Die Fahrbahn kann jedoch bei dieser Variante nur an den Kreuzungen überquert werden. Dadurch müssen sowohl Fußgängerinnen und Fußgänger als auch von Grundstücken ausfahrende Fahrzeuge Umwege in Kauf nehmen. Außerdem muss bei dieser Variante mehr Grund erworben werden. Für den Radverkehr ergeben sich dagegen Vorteile, da er sicher und gut sichtbar auf der Fahrbahn verlaufen kann. Lärmtechnisch gibt es keine signifikanten Unterschiede zur Seitenlage.
Zusätzlich zum Prüfauftrag der Trassenführung wurden weitere Anregungen für die Belange der Fußgänger im Abschnitt der Heinrich-Plett-Allee aus den Bürgerforen 2012 berücksichtigt. In die weitere Ausbauplanung sollen bis zur Einleitung des Planfeststellungsbeschlusses folgende Ergänzungen für zusätzliche Querungen der Gleistrasse und der Fahrbahn geprüft werden:
- Eine zusätzliche Treppe oder Rampe vom Neuen Damm zur Heinrich-Plett-Allee
- Eine direkte Verbindung zur Haltestelle Delfter Straße, indem der nördlich der Heinrich-Plett-Allee geführte Weg zu den Geschosswohnungsbauten direkt an den Fußgängerüberweg herangeführt wird.
- Eine Überquerungsmöglichkeit zwischen der Löwener Straße und der Brüsseler Straße durch Optimierung der Haltestelle Brüsseler Straße
Auf dieser Basis werden nun die Planfeststellungsunterlagen erarbeitet.
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Planung greift Vorschläge aus Huchting auf (23.5.2012)
Die Verlängerungen der Linien 1 und 8 in Huchting wurden gründlich geplant. Aufgrund zahlreicher Anregungen seitens der Bevölkerung und der Ortspolitik haben wir die Planungen nochmals verbessert. Beispiele dafür sind:
Im Bereich der BTE-Trasse:
- Verlegung der Gleisachse auf der BTE-Trasse im Bereich Willakedamm und Verlegung des geplanten Fußwegs im Bereich der ehemaligen Schule. Dadurch kann alter Baumbestand erhalten werden. Der Eingriff in das Grundstück der ehemaligen Schule Willakedamm (Investorenfläche) wird eingeschränkt.
- Verlegung eines Signalstandorts auf der BTE-Trasse als Baumschutzmaßnahme.
- Einbau eines Schotterfangs auf der BTE-Trasse: Mit der bautechnischen Maßnahme wird das Gleisbett etwa einen halben Meter
schmaler. Das vermindert den Eingriff in den privaten Grund und erhält Bäume.
- Änderung der Bauweise auf der BTE-Trasse („Vor-Kopf-Bauweise“). Die „Vor-Kopf-Bauweise“ wird dort angewandt, wo wenig
oder kein seitlicher Arbeitsraum zur Verfügung steht. Sämtliche Bauarbeiten (Aufbruch, Erdarbeiten, Oberbau) werden linienförmig in einer Richtung abgewickelt. Damit wird weniger in Natur und Grundbesitz eingegriffen.
- Eingleisigkeit zwischen der Haltestelle Auf den Kahlken und dem Abzweig Heinrich-Plett-Allee (BTE-Trasse). Auf Grund der eingleisigen Führung kann in diesem Abschnitt auf Grunderwerb nördlich der Trasse verzichtet werden.
Im Bereich der Heinrich-Plett-Allee:
- Veränderung der Gleislage im Bereich der Heinrich-Plett-Allee. Durch das Heranrücken der Gleistrasse an die vorhandene Straße
um bis zu 1,15 Meter wird alter Baumbestand erhalten.
- Mit der Verlegung eines Fußweges im Bereich Delfter Straße kann man vorhandenen Grünbestand erhalten.
- Die Haltestelle Delfter Straße wird nur mit einem statt mit zwei Wegen erschlossen. Auch damit können wir alte Bäume erhalten.
- Zudem wird geprüft, ob mit Hilfe von Wurzelbrücken an der Haltestelle Delfter Straße weitere Bäume stehen bleiben können.
- Auch eine längere Eingleisigkeit im Bereich der Überquerung der B75 wird geprüft, um den Eingriff in Natur und Landschaft zu vermindern.
Hauptziele sind, die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie irgend möglich zu halten und die Auswirkungen auf die Natur und insbesondere den Baumbestand zu vermindern.
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Neubeginn für die Straßenbahnlinien 1 und 8 (15. Mai 2012)
Pressemitteilung des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr
Der Ausbau der Straßenbahn in Richtung Stuhr, Weyhe und Huchting wird mit einer überarbeiteten Planung neu begonnen. Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr verfolgt das Ziel, umweltfreundliche, stadtverträgliche, bequeme und schnelle Mobilität für alle zu erreichen. Dafür ist die Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs und damit der Ausbau der Straßenbahn zentral. Die Verlängerung der Linien 1 und 8 macht den ÖPNV attraktiver, indem sich die Reisezeit von Huchting in die Innenstadt um 5 Minuten verkürzt und das Umsteigen entfällt. Rund 7000 zusätzliche Fahrten mit dem ÖPNV sind damit in Bremen zu erwarten, die Zahl der Autofahrten wird um knapp 6000 pro Tag abnehmen. Die Möglichkeit, sich rasch und bequem in der Stadt zu bewegen nimmt zu, die Umweltbelastung durch Lärm und Luftverschmutzung nimmt ab.
Um diese Vorteile mit möglichst geringen Nebenwirkungen zu erreichen, ist die ursprüngliche Planung komplett überarbeitet worden. Vieles wurde geänd ert, um den Flächenbedarf und damit den Eingriff in die Natur und in private Grundstücke so gering wie möglich zu halten. Alle Veränderungen zusammen erreichen, dass die Zahl der Grundstücke, von denen Teile benötigt werden, von 82 auf 63 vermindert werden konnte (s. Liste Anhang 6). Die Zahl der Bäume (Stammdurchmesser größer als 10 cm), die gefällt werden müssen, konnte um bis zu 300 verringert werden, 81 davon sind geschützte Bäume. So wurde die Breite des Gleisbetts im Bereich der BTE Trasse vermindert und gleichzeitig mit einer Lärmschutzwand auf Höhe der Räder zusätzlicher Lärmschutz erreicht. Die Gleisachse, der Verlauf von Fußwegen und die Platzierung von Signalanlagen wurden optimiert, damit möglichst viele Bäume und Sträucher erhalten werden können. Außerdem wird die Strecke aufwendig „vor-Kopf“ gebaut, damit während der Bauzeit weniger Arbeitsraum links und rechts des Gleisbetts benötigt wird. Auch der Streckenabschnitt auf der Heinrich-Plett-Alle wurde überarbeitet. Durch Verlegung des Fußweges, eine platzsparende Erschließung der Haltestelle Delfter Straße sowie den Einsatz von Wurzelbrücken und einen geringeren Abstand zwischen Gleis und Fußweg können mehr Bäume und Sträucher erhalten werden. Im Bereich der Brücke über die B 75 wird die eingleisige Strecke verlängert und damit auch hier Platz gespart.
Variantenprüfung
Kann die Strecke im Bereich der BTE Trasse ganz oder teilweise eingleisig geführt werden, um die Eingriffe noch weiter zu vermindern? Um diese Frage zu klären, wurde die oben beschriebene überarbeitete Planung (Variante 1) mit zwei weiteren Varianten verglichen: der Eingleisigkeit auf Teilabschnitten der BTE-Trasse (Variante 2) und der Eingleisigkeit auf der gesamten Länge der BTE-Trasse, was gleichzeitig bedeutet, dass nur die Linie 8 verlängert werden kann (Variante 3). Die beste Variante ist danach die Variante 2 mit e inem eingleisigen Bereich an der Stelle, an der die BTE-Trasse den geringsten Abstand zur Bebauung hat (zwischen der Haltestelle „Auf den Kahlken“ und der Abzweigung nach Mittelshuchting). Diese Variante ist überlegen in Bezug auf:
- die Schonung der dicht anliegenden Bebauung,
- den Umweltschutz durch mehr Fahrten im ÖPNV und weniger Fahrten mit dem KfZ,
- die erhebliche Verbesserung des ÖPNV Angebots und der Mobilität und
- die Wirtschaftlichkeit für das öffentliche Verkehrsunternehmen BSAG.
Dem gegenüber stehen Einschränkungen im Betriebsablauf der BSAG, die jedoch als tolerabel eingestuft werden.
Wie geht es weiter?
Das Ergebnis der Überarbeitung und der Variantenprüfung sind am 12.4.2012 in der Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie vorgestellt worden. Diese werden nun auch einem öffentlichen Beteiligungsverfahren in Huchting und mit dem Beirat Huchting diskutiert. Am 15.5. sind Vertreterinnen und Vertreter der Behörde und der BSAG beim Beirat Huchting zu Gast, um dort den Ablauf der Bürgerbeteiligung zu erörtern. Auf Wunsch des Beirates geschieht dies in nicht-öffentlicher Sitzung. Ebenfalls auf Wunsch des Beirates wird noch einmal genau dargestellt, welche Argumente für die BTE-Trasse sprechen, die im Jahr 2005 nach Diskussion und Bewertung in einem Planungsbeirat als Vorzugstrasse herausgearbeitet und im Anschluss von der Deputation beschlossen wurde. Zur Beteiligung der Huchtinger Bürgerinnen und Bürger sind drei Bürgerforen geplant, auf denen ausführlich diskutiert und in Arbeitsgr uppen Vorschläge erarbeitet werden. Dabei wird es insbesondere um die Gestaltung des Stadtplatzes, das zukünftige ÖPNV-Netz aus Bahn und Buslinien und die Eingriffsminimierung an BTE-Trasse und Heinrich-Plett-Allee gehen. Danach wird dann der Deputation berichtet und ein Beschlussvorschlag für die weiterzuverfolgende Variante vorgelegt.
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