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Zukunft Schiene

12. März 2010

Straßenbahn-Zielnetz 2010: Konzepte für den Ausbau des Schienenverkehrs in Bremen und Umzu:




Informationen zum geplanten Ausbau des Schienenverkehrs in Bremen und in der niedersächsischen Region:
  • Verlängerung der Linie 1 bis nach Mittelshuchting - mehr
  • Verlängerung der Linie 8 über Stuhr bis nach Weyhe-Leeste - www.weserbahn.de/7150.php  
  • Verlängerung der Linie 1 bis zum Bf. Mahndorf - mehr
  • Verlängerungen der Linien 2 und 10 bis nach Osterholz bzw. zum Mercedes-Werk - mehr
  • Verlängerung der Linie 4 bis nach Lilienthal - mehr



Aus Plänen werden Verbindungen (25. Mai 2008)


Der Baubeginn für die erste neue Straßenbahnstrecke ist in wenigen Monaten

Bei der Straßenbahn sind die Weichen auf Kurs Zukunft gestellt. Sechs neue Strecken werden in den kommenden Jahren gebaut. Sie haben insgesamt eine Länge von über 30 Kilometern und sind das größte Ausbau-Vorhaben seit der Einführung des elektrischen Linienverkehrs. Dabei handelt es sich nicht um „Wunschvorstellungen“, sondern der Baubeginn der ersten Strecke steht in wenigen Monaten im Terminkalender. Wir sprachen mit Dr. Reinhard Loske, Bremens Senator für Bau, Verkehr, Umwelt und Europa Angelegenheiten, sowie mit Georg Drechsler, Vorstandsvorsitzender der BSAG, über die bevorstehenden Umsetzungen des Programms.

BSAG-Journal: 30 Kilometer neue Straßenbahnstrecken - warum werden sie gebaut, und wer soll das bezahlen?

Dr. Reinhard Loske: Immer mehr Menschen machen sich Sorgen um unser Klima. Die umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmittel rücken in den Mittelpunkt der Mobilität. Mehr Fahrgäste erfordern aber auch leistungsfähigere Verbindungen. Der Ausbau des Straßenbahnnetzes kommt dem entgegen. Die Finanzierung der Strecken erfolgt überwiegend aus Bundesmitteln, wie zum Beispiel dem Großvorhabenprogramm des Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetzes (GVFG). Die Mittel sind zweckgebunden und würden Bremen und den betroffenen Umlandgemeinden Lilienthal, Stuhr und Weyhe bei einem Verzicht verloren gehen. Georg Drechsler: 2007 hatten wir im Vergleich zu 1997 rund sechs Millionen mehr Fahrgäste zu verzeichnen. Aus dem Umdenken wird also immer mehr ein Umsteigen. Dies ist vor allem auf die seit 1998 neu eröffneten Strecken zurückzuführen. Die Wiedereröffnung der Linie 4 hat beispielsweise vier stark genutzte Busverbindungen ersetzt und bedeutet niedrigere Kosten und mehr Wirtschaftlichkeit. Und es gibt noch einen Gewinner, nämlich unser Klima. Das sollte uns weitere Investitionen auch in Zukunft wert sein.

Wie sieht die Terminplanung aus?

Dr. Reinhard Loske:Wir beginnen 2009 mit der Verlängerung der Linie 1 bis zum Bahnhof Mahndorf und schaffen damit attraktive Anbindungen auch für Tenever und den Weserpark. 2009/ 2010 starten wir mit dem Bau der Verlängerung am südlichen Ende der „1“ vom Roland-Center bis nach Mittelshuchting. 2010 fangen wir zudem mit dem Ausbau der Linien 2 und 10 über Sebaldsbrück hinaus an. Alle Strecken werden von 2010 bis 2012 eröffnet.

Was ist mit den niedersächsischen Nachbargemeinden?

Georg Drechsler: Baubeginn für die Verlängerung der Linie 4 bis nach Falkenberg ist im Jahr 2009. Die Eröffnung ist rund zwei Jahre später geplant. Um die Auswirkungen der Baustelle so gering wie irgend möglich zu halten, entwickelt die Gemeinde Lilienthal zurzeit ein Marketingkonzept. Die Gemeinden Stuhr und Weyhe arbeiten gemeinsam an den konkreten Planungen zur Verlängerung der Linie 8 bis nach Leeste. Für dieses Projekt wird die vorhandene Trasse der BTE – Bremen-Thedinghauser Eisenbahn genutzt. Man wird also zu Recht sagen können: „Die Straßenbahn fährt Eisenbahn“. Die „8“ bis nach Weyhe wird 2011 den Betrieb aufnehmen.

Wo kann die interessierte Bevölkerung weitere Informationen erhalten?

Dr. Reinhard Loske: Bremen und die niedersächsischen Gemeinden legen großen Wert auf den Dialog mit den Betroffenen und auf entsprechende Informationen, so wie sie bei allen größeren Baustellen selbstverständlich sind. Ein gutes Beispiel ist die Website www.anbindung-ost.de, auf der man alle Informationen zum Ausbau der Linien 1, 2 und 10 erhält. Auch auf der BSAGHomepage wird ein entsprechender Service geboten. Für Huchting wird ein derartiges Angebot zu gegebener Zeit aufgebaut. Georg Drechsler: Ein weiteres wichtiges Medium ist unsere Kundenzeitung BSAG-Journal. Es wird kostenlos und gezielt an die betreffenden Haushalte verteilt. Eine noch verfügbare Sonder- Ausgabe behandelt zum Beispiel die Anbindung Ost. Sie kann bei uns angefordert werden (HeinerBruenjes@bsag.de).


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Plan: Zukunft Schiene


Den aktuellen Plan zum Ausbau des Schienenverkehr erhalten Sie als PDF-Dokument zum Herunterladen (1,5 MB)    hier

Bitte nicht umsteigen!

Mit der Straßenbahn über Sebaldsbrück hinaus / Ein Blick in die Zukunft

Es ist ein Tag im Advent des Jahres 2011. Anne B., die an der Osterholzer Landstraße wohnt, hat ihre Einkäufe in der Innenstadterledigt und dem Weihnachtsmarkt einen Besuch abgestattet. In der Obernstraße steigt sie in die Straßenbahn der Linie 2 ein. Die Bahn fährt zunächst wie gewohnt in Richtung Sebaldsbrück. Vor allem durch den neuen Regio-S-Bahn-Haltepunkt an der Föhrenstraße ist im Bremer Osten eine zusätzliche Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr entstanden.

Viele Fahrgäste nutzen den neuen Verknüpfungspunkt zwischen Eisenbahn, Straßenbahn und den Busverbindungen. Während Anne und viele weitere Fahrgäste noch vor kurzem in Sebaldsbrück umsteigen mussten und dabei Zeit verloren, fährt ihre Bahn jetzt auf der neuen Strecke durch. In rascher Fahrt rollt die Linie 2 zunächst auf der Sebaldsbrücker Heerstraße in Richtung Osterholz. Auf der Brücke über das Gelände des Automobilwerks teilt sich die Straßenbahn je eine Fahrspur mit dem Autoverkehr. Das hat den aufwändigen Brückenneubau erspart. Auf den folgenden Abschnitten verkehrt die Straßenbahn in Mittellage der Straßen auf begrüntem Bahnkörper. An der Einmündung der Hermann-Koenen-Straße begegnet ihr ein Zug der Linie 10. Sie fährt inzwischen bis zum Tor 8 des Automobilwerks Daimler, so dass die Beschäftigten ihren Arbeitsplatz in direkter Fahrt erreichen können.

Die Linie 2 setzt ihre Reise fort. Am Osterholzer Friedhof vorbei ist bald die neue Endstation an der Einmündung der Osterholzer Landstraße erreicht. Dort ist nicht nur eine Umsteigestelle zu den Busverbindungen, sondern auch ein kleiner Marktplatz entstanden, der den Ortsteil Ellenerbrok-Schevemoor deutlich aufwertet. „Entlastete Hauptstraßen und ein komfortableres Fahren mit der Straßenbahn: Der Streckenausbau der Linien 2 und 10 ist ein Vorteil für die insgesamt rund 24.000 Anwohner und Arbeitnehmer“, denkt Anne. „Nicht nur die Fahrgäste in Bahn und Bus, sondern auch der Individualverkehr haben Vorteile. Weniger Fahrgäste müssen umsteigen, sondern sie können ihre Ziele ganz bequem und direkt erreichen. An Stellen, bei denen einige ÖPNVKunden dennoch umsteigen müssen, halten die Busse möglichst am gleichen Bahnsteig wie die. Straßenbahn.“


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Gute Gründe für die Schiene


Eine Region, die über ein leistungsstarkes Straßenbah- oder Stadtbahnnnetz verfügt, kann sich glücklich schätzen. Denn dieses hochmoderne Verkehrsmittel, das gerade überall in Europa und der Welt eine Renaissance erlebt, ist ein Gewinn für alle.

Die wichtigsten Vorteile einer Straßenbahn/ Stadtbahn:

Sie fährt vor Ort völlig abgasfrei und sorgt so für höhere Lebensqualität bei Fahrgästen und Anwohnern.
Die Straßenbahn bzw. Stadtbahn ist ein sehr wirtschaftliches Verkehrsmittel, da weniger Fahrzeuge benötigt werden als beim Einsatz von Bussen. Eine Straßenbahn befördert so viele Fahrgäste wie zwei große Gelenkbusse oder wie drei kleine Busse. Dadurch werden die Straßen .entlastet, die Betriebskosten langfristig deutlich gesenkt und die Umwelt geschont.

Das Fahren in einer Straßenbahn/ Stadtbahn  ist komfortabler,da sie ruhiger fährt als andere Verkehrsmittel.
Die Straßenbahn/ Stadtbahn fährt störungsfrei, da sie über eigene Gleiskörper verfügt.

Der Ausbau von Straßenbahnstrecken wird durch den Bund gefördert.


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Finanzierung


Finanzierungsmodelle für Neubaustrecken

Der Bund unterstützt Großvorhaben, wenn deren volkswirtschaftlicher Nutzen belegt ist. Dies wird im Rahmen
einer neutralen standardisierten Bewertung festgestellt. Geregelt ist dies im Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz (GVFG).

In Bremen setzt sich die Kostenverteilung im Ausbau von Straßenbahnstrecken infolge dessen so zusammen:

  • 60% werden durch den Bund gefördert,
    40% kommen aus Bremer Mitteln, hiervon 30% aus zweckgebundenen ÖPNV-Mitteln und 10% aus dem Bremer Haushalt.

In Niedersachsen übernehmen

  • 60 % der Bund,
  • etwa 20 bis 25 % das Land
  • und den Rest die jeweilige Gemeinde.

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Information


Wollen auch Sie einen leistungsstarken ÖPNV und ein gut ausgebautes Schienenetz in unserer Region? Dann fordern Sie mehr Informationen an. Schreiben Sie uns:

Bremer Straßenbahn AG
Stichwort: »Info Zielnetz 2010«
Flughafendamm 12,
28199 Bremen


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Bremer Straßenbahn AG - Flughafendamm 12 - 28199 Bremen VBN-Serviceauskunft: Unter der Nummer 01805 – 826 826 erhält
man für 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz (ggf. abweichende Preise aus den Mobilfunknetzen - max. 0,42 €/Min.)
nicht nur rund um die Uhr Fahrplan-Auskünfte, sondern wird auch Anregungen und Kritik los. Telefax: 0421 / 55 96 302

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