BSAG-Logo - zur Startseite
english version
Kontakt Newsletter Jobs Index
Aktuelles >

Reisen durch die bremische Geschichte

02. September 2010

Reisen durch die bremische Geschichte

 

Auch 2010 bieten die Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. in Zusammenarbeit mit der BSAG wieder interessante Reisen mit historischen Straßenbahnen durch die bremische Geschichte an. Im Januar stehen drei Sternenfahrten auf dem Programm.

Anmeldungen und Infos:

  • Tel/Fax: 0421/ 5596-7642
  • Tel: 0421/ 5596-481
  • E-Mail: info@fdbs.net
  • Mitteilungen zur Themenfahrtlinie 7 gibt es hier
  • Informationen zur Stadtrundfahrtlinie 15 gibt es hier
  • Informationen zur historischen Ringbahnlinie 16 gibt es hier




Das Depot
Aktuelles von der Stadtrundfahrt-Straßenbahnlinie 15
Aktuelles von der historischen Ringbahnlinie 16
Vereinsgeschichte
Der Fuhrpark

Das Depot


Nächster Termin: Sonntag, 12. September 2010

Das „Depot“ in der Schloßparkstraße 45 öffnet an jedem zweiten Sonntag im Monat, von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr (letzter Einlass ist um 16.30 Uhr) wieder seine Tore. In der seit 2003 bestehenden Straßenbahn-Ausstellung der Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. in Sebaldsbrück erhält man nicht nur interessante Einblicke in die Entwicklung der Bremer Straßenbahn, sondern „er-fährt“ auch einiges über zukünftige Planungen. Da die Ausstellung bei den Bremerinnen und Bremern gut ankommt, wurde sie in vergangenen Wochen von den Freunden der Bremer Straßenbahn e.V. erweitert und ergänzt.

Seit kurzem sind historische Bremer Omnibusse im „Depot“ zu sehen. Die Fahrzeuge mit der Nummern 225 (MAN-Gelenkbus der BSAG von 1972) und 4919 (einer der ersten Niederflurbusse, Marke Neoplan, Baujahr 1988) ergänzen die Fahrzeug-Sammlung. Außerdem ist ein historischer Gelenkbus aus Bremerhaven ausgestellt.

Weitere Exponate in der Ausstellung sind:

  • LGB-Modellbahn-Anlage (Spur IIm), die man mit einem echten Fahrschalter steuern kann
  • Der seit einigen Jahren vorhandene Opel Blitz, ein Turmwagen der ehemaligen Bremerhavener Straßenbahn zur Wartung der Oberleitungen, wurde in die Ausstellung integriert
  • Für die kleinen Besucher gibt es eine Holz-Eisenbahn
  • Ehemaliger Gelenkbus der Bremerhavener Verkehrsbetriebe
  • Noch in Planung ist ein Funkraum, der sozusagen eine Miniatur-Leitstelle darstellt. Ein CB-Funkgerät wird installiert, mit dem man dann einen der abgestellten Wagen anfunken kann

Das Depot – die Straßenbahn-Ausstellung im Betriebshof Sebaldsbrück, Schloßparkstr. 45, geöffnet an jedem zweiten Sonntag im Monat von 10 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen 2 Euro Eintritt, Kinder nur einen Euro. Mit Bodo Bonus gibt es für eine Begleitperson freien Eintritt.


nach oben

Aktuelles von der Stadtrundfahrt-Straßenbahnlinie 15


 

THEMEN DER LINIE 15

  • Nächste Fahrt
  • Kreuzfahrt durch Bremens Geschichte
  • Ihre persönliche Sonderfahrt

 

NÄCHSTE FAHRT

  • Der nächste Termin ist am Sonntag, 12. September 2010.

 

KREUZFAHRT DURCH BREMENS GESCHICTE

In der Stadtrundfahrtlinie 15 kann man Bremen während einer Straßenbahnfahrt kennen lernen. Die Reise mit einer historischen Straßenbahn aus den „Wirtschaftswunder-Jahren“ ist schon für sich ein Erlebnis und in Verbindung mit der Stadtrundfahrt ein ganz besonderes Vergnügen. Während der Reise erzählt der Schaffner Wissenswertes über unsere Stadt. Planmäßig fährt die „15“ an jedem zweiten Sonntag im Monat von April bis September. Zusteigen kann man am Hauptbahnhof  /  Gleisdreieck (Bahnhofstraße). Angefahren werden unter anderem Ziele in der Innenstadt, der Flughafen, Utbremen und das Ostertor sowie die Überseestadt. Gleichzeitig öffnet „Das Depot“, die Straßenbahn-Ausstellung in Sebaldsbrück, seine Pforten. Die Abfahrtszeiten der Linie 15 sind:

  •  … um 10.30 Uhr ab Hauptbahnhof. Der Schaffner erzählt Wissenswertes über Bremen und seine Straßenbahn in niederdeutscher Sprache. Diese Fahrt führt anschließend weiter bis nach Sebaldsbrück, wo der Fahrgast die Straßenbahn-Ausstellung „Das Depot“ besuchen kann. Die Rückfahrt ab Sebaldsbrück ist um 13.26 Uhr;
  • … um 14.00 Uhr und um 15.30 Uhr ab Hauptbahnhof in hochdeutscher Sprache.

Zum Einsatz kommt in der Regel der Hansa-Gelenktriebwagen 446 des Baujahres 1966 oder der„Ackerwagen“ 917, der urige Gelenk-Triebwagen von 1957. Der Fahrpreis der rund einstündigen Tour beträgt für Erwachsene 4 €, für Kinder 2 €.

 

IHRE PERSÖNLICHE SONDERFAHRT

Die Stadtrundfahrtlinie 15 kann auch für private Sonderfahrten gebucht werden: info@fdbs.net  Bitte teilen Sie uns Ihren Wunschtermin, Anzahl der Personen, Fahrtroute und -dauer sowie Telefonnummer und Anschrift mit. Wir machen Ihnen gern ein Angebot.


nach oben

Aktuelles von der historischen Ringbahnlinie 16


 

AKTUELLE THEMEN DER LINIE 16

  • Nächste Fahrt
  • Bimm, bimm, bimm
  • Ihre persönliche Sonderfahrt

 

NÄCHSTE FAHRT

Die nächsten Fahrten finden am Sonntag, 26. September 2010 statt.

 

BIMM, BIMM, BIMM ....

Wer besonders alte Straßenbahnen „er-fahren“ möchte, hat an jedem vierten Sonntag im Monat dazu in der historischen Ringbahnlinie 16 gute Gelegenheiten, nämlich vom 25. April bis zum 26. September. Die rund zwanzigminütige Fahrt führt abwechselnd durch Altstadt oder durch die Neustadt. Ab Hauptbahnhof /Gleisdreieck (verlängertes Gleis F) wird jeweils:

  • der Neustadtring (über Am Brill, Westerstraße, Domsheide, Schüsselkorb) um 10:20 Uhr, 11:40 Uhr, 13:00 Uhr, 14:40 Uhr und um 16:00 Uhr sowie
  • der Altstadtring (über Doventor, Radio Bremen, Obernstraße, Marktplatz, Sielwall, Am Dobben) um 11:00 Uhr, 12:20 Uhr, 14:00 Uhr, 15:20 Uhr und um 16:40 Uhr

befahren. Durch seine gediegene Innenausstattung mit Polsterbänken und vornehm mit Gardinen, wird die Fahrt im Triebwagen 134, Baujahr 1904, im Zustand von 1938, ein besonderes Erlebnis. Und natürlich fragt der Schaffner: „Noch jemand ohne Fahrschein?“ Alternativ kommt auch Triebwagen 701 von 1947 mit seinen spartanischen Original-Lattenholz-Bänken zum Einsatz. Dann kann der Fahrgast erleben, wie man in den Nachkriegs-Jahren durch Bremen reiste. Der Fahrpreis beträgt für Erwachsene 3 €, für Kinder 2 €.

 

IHRE PERSÖNLICHE SONDERFAHRT

Die historische Ringbahnlinie 16 kann auch für private Sonderfahrten gebucht werden: info@fdbs.net  Bitte teilen Sie uns Ihren Wunschtermin, Anzahl der Personen, Fahrtroute und -dauer sowie Telefonnummer und Anschrift mit. Wir machen Ihnen gern ein Angebot.


nach oben

Vereinsgeschichte


Rollende Zeitgeschichte                      

20 Jahre Freunde der Bremer Straßenbahn e.V.

Straßenbahnen und Busse gehören zum Alltag. Sie repräsentieren nicht nur ein Stück Technik ihrer jeweiligen Zeitepoche, sondern verkörpern darüber hinaus mit ihrem Design ein bestimmtes Lebensgefühl. Werden sie eines Tages ausgesondert und verschrottet, geht auch ein Stück Stadtgeschichte verloren. Die Zeugnisse der Mobilitätsgeschichte zu bewahren, ist der Verdienst vieler ehrenamtlich tätiger Bremerinnen und Bremer.

Als Ende der achtziger Jahre das Ende der Großraum-Straßenbahnwagen absehbar war, unternahm eine kleine Gruppe von Straßenbahnfreunden den Versuch, einen dieser Züge betriebsfähig zu erhalten und für Sonderfahrten einzusetzen. Die Voraussetzung für eine angestrebte Kooperation mit der BSAG war die Gründung eines eingetragenen Vereins, die am 11. September 1989 stattfand.
Zwei wesentliche Aufgaben waren in der Anfangszeit zu bewältigen: Die Verantwortlichen des Unternehmens mussten davon     überzeugt werden, dass man es mit einem ernstzunehmenden Partner zu tun bekam, und außerdem war der zwischenzeitlich außer Dienst gestellte Großraumzug aufzuarbeiten und soweit wie möglich in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Hierzu gehörte insbesondere der Einbau von Schaffnerplätzen in Trieb- und Beiwagen.

Die Bemühungen führten zum Erfolg: Anlässlich eines Tages der offenen Tür am 30. Juni 1990 erfolgte der erste Einsatz des Museumszuges. Im selben Jahr startete die Stadtrundfahrtlinie 15, die seitdem in den Sommermonaten Touristen und Bremern die Stadt aus einer ungewöhnlichen Perspektive nahe bringt.

Der Wagen 134 folgt dem 811

Das Vertrauen zwischen dem Verein und der BSAG und das Bewusstsein für den Stellenwert der Aufgabe wuchsen, so dass weitere Projekte begonnen werden konnten. Mitte 1991 ging der historische Fahrschulwagen 134 (Lehrwagen LW 1; Ursprungsbaujahr 1904) auf die Reise nach Rostock, wo er in den Bauzustand von 1939 zurückversetzt werden sollte. Im selben Jahr begann in der Vereinswerkstatt im Betriebshof Sebaldsbrück die Aufarbeitung des Triebwagens 701, eines 1947 gebauten Zweiachsers.

Im Spätsommer 1992 kehrte der Triebwagen 134 aus Rostock zurück und stellte damit den zweiten betriebsfähigen Museumswagen im Bremer Fuhrpark. Ab 1993 verkehrte diese Straßenbahn auf der zweiten Museumslinie, die zuerst als „4“, dann als „9“ und mittlerweile als „16“ bezeich-net wird. Ebenfalls 1992 erhielt „Molly“, der bereits seit 1962 als Museumswagen 149 vorhandene älteste Bremer Triebwagen im Zustand von 1900, eine gründliche Überholung (Hauptuntersuchung), bei der er seine korrekte Nummer 49 zurückbekam.

Seit 1993 betreut der Verein auch das Archiv mit den historischen Unterlagen der BSAG. Viele Sonderfahrten mit den historischen Wagen und die Teilnahme an Veranstal-tungen sorgten dafür, dass die Aktivitäten des Vereins einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurden und zudem die Zusammenarbeit mit der BSAG intensiver wurde, da man den Wert der Vereinsarbeit für das Image des Unternehmens immer mehr erkannte. Die historischen Straßenbahnen waren fortan im Straßenbild wieder häufiger zu sehen und sorgten bei den Passanten für ein erstauntes Lächeln.

Die Sammlung wächst

1998 konnte nach dem Ausscheiden der aus den sechziger Jahren stammenden Straßenbahn-Gelenkzüge ein neuer Zug in den Bestand der Museumsfahrzeuge eingegliedert werden (Hansa-Triebwagen 445 mit Beiwagen 1458). Dieser half im Mai 1998 aber zunächst noch mit, das „Neue Netz” zu eröffnen. 

Einen kräftigen Schritt vorwärts ging es im Jahr 2001. Der große Fahrzeugkorso zum 125-jährigen Jubiläum der BSAG wurde als Kooperation mit dem Verein organisiert und begeisterte 50.000 Zuschauer. Rechtzeitig zu diesem Termin unternahm der zweiachsige Triebwagen 701 nach Abschluss der Aufarbeitung seine erste Sonderfahrt. Diese Bahn wurde 1947 bei der Vorläuferin der späteren Schiffs-bauwerft „AG Weser“ gebaut, denn damals bestand Schiffbauverbot. Ein Jahr später kam der dreiachsige Triebwagen 917 als weiterer Museumswagen dazu, pünktlich zur Inbetriebnahme der Verlängerung der Linie 4 nach Borgfeld.

Ein Museum für die Straßenbahn

Nun ging es an den Aufbau der Dauerausstellung „Das De-pot” im Betriebshof Sebaldsbrück. Am 12. Oktober 2003 konnte sie eingeweiht werden und ist seitdem jeweils am zweiten Sonntag in jedem Monat geöffnet. Hier haben die Besucher die Möglichkeit, nicht nur die historischen Wagen zu besichtigen, sondern auch eine Vielzahl anderer Exponate zur Straßenbahngeschichte, wie Bilder, Filme und Werkzeuge.

Ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld ist von Anfang an die Aufarbeitung der Straßenbahngeschichte durch das Sam-meln von Bildern und Unterlagen, besonders aber durch verschiedene Veröffentlichungen wie die jährlich erscheinende Broschüre „Die Elektrische” und diverse Chroniken zur Linien- und Fahrzeuggeschichte.

Busse kommen hinzu

Ein von der ehemaligen Bremerhavener Straßenbahn stammender Arbeitswagen zur Wartung der Oberleitungen (Turmtriebwagen) und ein großer dreiachsiger Bus (Gelenkbus 225 des Baujahres 1972) bilden seit 2002/2003 den Grundstock einer Straßenfahrzeug-Sammlung, wobei beide Fahrzeuge noch aufgearbeitet werden müssen. Auch einer der ersten Niederflurbusse (Wagen 4919) ergänzt die Fahrzeug-Sammlung. Ende 2008 kam ein weiterer Bremerhavener Linienbus dazu.

Die fünfziger Jahre werden wieder wach, wenn man den historischen Borgward-Kleinbus betrachtet. Der aus Delmenhorst stammende Wagen wurde von Borgward im Jahr 1953 gefertigt – ein wirklicher Hingucker!

Vergangenheit hat Zukunft

Für die kommenden Jahre gibt es eine Vielzahl weiterer Pläne wie den Ausbau des Museums, die Aufarbeitung weiterer Fahrzeuge, aber auch die Kooperation mit anderen Organisationen, die das Ausstellungsprogramm abrunden sollen. Auch das Fahrtenprogramm soll weiter interessant gestaltet werden.


nach oben

Der Fuhrpark


Die Letzten ihrer Bauart Vergangenes hat Zukunft

Über 100 Jahre Mobilitätsgeschichte stehen in Sebaldsbrück und sind überwiegend noch fahrbereit: In der Wagenhalle, die übrigens aus dem Jahr 1926 stammt und noch wie ein klassisches „Depot“ aussieht, können die historischen Straßenbahnwagen besichtigt werden.

„Molly“ kommt immer noch gut an

Der zurzeit älteste Vertreter ist die „Molly“. Der Triebwagen von 1900 repräsentiert die Zeit, als die Straßenbahntechnik genügend erprobt war und sich daher Massenmobilität entwickeln konnte. Der Wagen 49 ist außer seinen Jugendstil-Lampen eher schlicht eingerichtet. Auch dieses Fahrzeug mit den abgerundeten Fenstern ist betriebsfähig, darf aber leider keine Fahrgäste mitnehmen. Wenn die „Molly“ auf Fahrt ist, muss der Fahrer stehend und auf offenen Plattformen ungeschützt vor Wind und Regen seinen Dienst verrichten.

Salonfähig

Vornehm mit Plüschpolstern und Gardinen: Der zweiachsige Triebwagen 134 mit seiner gediegenen Innenausstattung und Längssitzen wurde 1904 gebaut und präsentiert sich so, wie er ab 1939 durch Bremen fuhr. In ihm sitzen die Fahrgäste auf längs der Fahrtrichtung angeordneten und mit grünem Stoff bezogenen bequemen Bänken und können die salonartige Atmosphäre bei einer Reise durch Bremen so richtig genießen.

Die Härte

Oder sollen es doch lieber die spartanischen Lattenholz-Bänke des Triebwagens 701 sein? Die ebenfalls zweiachsige Bahn wurde 1947 bei der Bremer Dock- und Maschinenbau-Gesellschaft hergestellt, der Vorgängerin der legendären „AG Weser“. In den Nachkriegs-Jahren kam es darauf an, die vielen Menschen überhaupt befördern zu können; für technische Innovationen und Komfort fehlten die Möglichkeiten.

Die Zigarre: bitte nicht rauchen

Zurück in die fünfziger Jahre: Der vierachsige Großraumzug 811/1806 ist Baujahr 1954 und erinnert an die in den fünfziger Jahren moderne Straßenbahntechnik. Das auffällige Design versetzt den Betrachter in die Nierentisch-Ära und in die Wirtschaftwunder-Jahre zurück. Wegen seiner Form wird dieser Zug treffend auch als „Zigarre“ bezeichnet. Auffallend im Innern ist der „Thron“, ein erhöht angeordneter Sitz für den Schaffner, Er befindet sich im hinteren Wagenteil. Die Fahrgäste mussten daran vorbeigehen und dem Personal ihre Fahrkarte vorzeigen oder ein Ticket kaufen. Dieser sog. Fahrgastfluss wurde erst um 1970 aufgegeben.  Eine weitere, allerdings nicht betriebsfähige Garnitur (827/915) dient derzeit als Bilderbahn.

Spaß am Ackern

Auch im „Ackerwagen“ 917 (Baujahr 1957; dreiachsiger Gelenk-Triebwagen) heißt es: „Bitte ganz hinten beim Schaffner einsteigen und dann ganz nach vorn durchgehen“. Er verfügt nicht über die moderne Technik des Großraumzuges, hat daher nur mäßige Fahreigenschaften, trug aber als geräumiger Gelenkwagen damals dazu bei, einen Schaffner pro Zug einzusparen. Die Arbeit der Fahrerinnen und Fahrer ist in diesem Wagen schwerer als im Großraumwagen, so dass sie beim Fahren richtig „ackern“ müssen. Triebwagen 917 eröffnete übrigens 1960 die damals nagelneue Wilhelm-Kaisen-Brücke und diente zeitweise als Partywagen. Sein wohl prominentester Fahrer war der ehemalige Umwelt-Bundesminister Jürgen Trittin anlässlich einer Sonderfahrt.

Nüchterne Moderne

Das „Nesthäkchen“ der historischen Züge ist der in Bremen gebaute Hansa-Gelenkzug von 1966/67 (Nr. 445/1458). Er erinnert an die Zeit, als das Straßenbahn fahren allmählich wieder in Mode kam und war von Anfang an dabei, als im Sommer 1967 die neue Linie 1 bis nach Blockdiek eröffnet wurde. Das etwas bullig wirkende Design sowie die eher nüchtern und kühl wirkende Inneneinrichtung mit den grauen Seitenwänden und Leuchtstoff-Röhren repräsentieren den Zeitgeschmack der sechziger Jahre. Die Sitze aus Pressholz (Durofol) sind ebenfalls noch recht spartanisch. Viele Bremerinnen und Bremer erinnern sich sicher noch an die „Texasschranken“ im Fahrgastraum, mit deren Hilfe die Türen geöffnet werden. Die Technik hatte seinerzeit bereits deutliche Fortschritte gemacht, so dass die Fahreigenschaften schon recht gut sind. Da sich der Triebwagen 445 zuletzt in einem schlechten technischen Zustand befand, wird er durch das Schwesterfahrzeug 446 (ehemalige Kinderbahn) ersetzt. Der Wagen 445 dient dann als Bilderbahn.

Eine Ära geht schon bald zu Ende

Die seit 1973 bis heute zum alltäglichen Straßenbild gehörenden hochflurigen Züge, die so genannten Stadtbahnwagen, werden durch moderne Niederflurzüge abgelöst. Eine Garnitur wird jedoch die historische Fahrzeugflotte ergänzen und der Nachwelt erhalten bleiben. Mit ihr kann man er-fahren, wie man in den siebziger Jahren durch Bremen reiste.


nach oben

 
Bremer Straßenbahn AG - Flughafendamm 12 - 28199 Bremen VBN-Serviceauskunft: Unter der Nummer 01805 – 826 826 erhält
man für 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz (ggf. abweichende Preise aus den Mobilfunknetzen - max. 0,42 €/Min.)
nicht nur rund um die Uhr Fahrplan-Auskünfte, sondern wird auch Anregungen und Kritik los. Telefax: 0421 / 55 96 302

E-Mail: info@bsag.de - Impressum - Datenschutzhinweise