Die Aufarbeitung des historischen Tw 701

Foto: Archiv Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. Die Aktiven des Vereins nahmen sich vor den Tw 701 in der eigenen Werkstatt im Zustand der späten fünfziger Jahre wieder herzustellen. 1991 begannen die Arbeiten. Am 5. Februar 1991 trennte ein Kran den Aufbau des Wagens vom Fahrwerk. Die Zerlegung des Wagenkastens wurde für den späteren Wiederzusammenbau fotografisch dokumentiert, da noch nicht klar war, ob noch Zeichnungen des Wagens existierten.

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Erst jetzt zeigte sich der schlechte Zustand des Fahrzeugs. Es blieben nur noch das Dach und einige Träger übrig, wobei letztere auch zum großen Teil durch Neuteile ersetzt werden mussten. Nun begann der mühsame Wiederaufbau des Wagens. Das Fahrgestell konnte in relativ kurzer Zeit fertig gestellt werden und wurde zunächst in Sebaldsbrück und später in Gröpelingen hinterstellt.

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Die noch verwendbaren Teile wurden entrostet, für den Einbau der Träger und das Anbringen der neuen Bleche nahm man aber die Hauptwerkstatt in Anspruch. Vereinsmitglieder restaurierten derweil Teile der hölzernen Inneneinrichtung und der Dachausrüstung. Im Anschluss wurden Regenrinnen, Zierleisten und andere Teile wieder angebracht und die Fußbodenplatten eingesetzt. Alle diese Arbeiten nahmen viel Zeit in Anspruch und ließen den Eindruck entstehen, es gehe nicht voran. Dennoch war man optimistisch, den Tw 701 bis zu seinem fünfzigsten Geburtstag im Jahre 1997 wieder in Betrieb zu nehmen. Einige Probleme vereitelten diesen Plan dann aber...
... es stellte sich heraus, dass es keine Unterlagen über die elektrische Anlage gab.

Foto: Archiv Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. Einige glückliche Umstände führten dann jedoch dazu, dass der Wagen schneller als erwartet wieder rollen konnte. Im Hinblick auf das Jubiläum war die BSAG daran interessiert, auch ein Fahrzeug der unmittelbaren Nachkriegszeit zu präsentieren. Zudem fand sich ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens bereit, neue Pläne für die elektrische Anlage zu zeichnen. So wurde der Tw 701 im Sommer 2000 in die Servicewerkstatt überführt und dort in einer Kooperation von Vereinsmitgliedern und BSAG-Mitarbeitern komplettiert.

Foto: Archiv Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. Nun ging es Schlag auf Schlag: Am 23. August 2000 setzte ein Kran den Aufbau des Wagens wieder auf das Fahrwerk. Vier Tage später überführte der Tw 3446 den Wagen in die Werkstatt. Am gleichen Tag brachte er auch den alten Schleifwagen SS 1 dorthin, da dieser als Ersatzteilspender dienen sollte. Zu einem späteren Zeitpunkt soll er zu einem Beiwagen für den Tw 701 werden.


Foto: Archiv Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. In der Werkstatt trennte man zunächst Fahrwerk und Aufbau wieder. Im Oktober begann die Verkabelung, gleichzeitig arbeiteten Vereinsmitglieder an den Wochenenden Teile auf und begannen mit der Installation der Inneneinrichtung. Mitte November wurde der Wagen lackiert. Anfang Januar 2001 waren beide Fahrschalter eingebaut und angeschlossen, einige Tage darauf vereinigte man Fahrwerk und Aufbau wieder. Bereits in der ersten Februarhälfte fand die Abnahme statt, so dass der Wagen wieder aus eigener Kraft fahren durfte. In den darauf folgenden Tagen wurden letzte Malerarbeiten ausgeführt und einige noch fehlende Kleinteile montiert.

Kurz vor der Bremsprobe - Foto: Archiv Freunde der Bremer Straßenbahn e.V.Messgeraet fuer Bremsprobe - Foto: Archiv Freunde der Bremer Straßenbahn e.V.

Einen ersten Höhepunkt stellte die Bremsprobe am 13. Februar 2001 dar. Einige Tage später kehrte der Tw 701 dann vollständig einsatzfähig nach Sebaldsbrück zurück...

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Am 24.02.2001 präsentiert sich der Tw 701auf dem Betriebshof Neustadt.


Einen ausführlicheren Bericht finden Sie in dem Heft "Die Elektrische Nr. 11"