Elektrobus der BSAG

STARS UND HOFFNUNGSTRÄGER

Der Ausbau der E-Mobilität bei der BSAG: Sachstand und Ziele

Die Nutzung von E-Mobilität trägt zur Steigerung der urbanen Luftqualität und zur Reduktion von Verkehrslärm bei. Unter dem Begriff E-Mobilität wird die Nutzung von Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb zusammengefasst. Diese Technologie ersetzt herkömmliche Verbrennungsmotoren durch ressourcenschonende Alternativen. 

Die Elektrobusse der BSAG werden mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben. Unabhängige Prüfungen bestätigen die lokale Emissionsfreiheit der Fahrzeuge im Bremer Liniennetz sowie den vollständigen Einsatz regenerativer Energien beim Ladevorgang. Parallel zur Flottenumstellung erfolgt die Integration technischer Systeme wie intelligenter Lademanagement-Software und moderner Fahrerassistenzsysteme in den Fuhrpark. Diese Maßnahmen sichern den langfristigen und effizienten Betrieb des städtischen Nahverkehrs.   

Fahrt mit unserer E-Busflotte in die Mobilität der Zukunft!

Mercedes-Gelenkbus »eCitaro G« 

  • Anzahl der Fahrzeuge: 35 
  • Länge: 18 Meter 
  • Reichweite: Bis zu 300 Kilometer pro Ladung 
  • Batteriekapazität: 490 kWh 
  • Sitzplätze: 42 
  • Stehplätze: 72 
  • Rollstuhlplatz: 1 
  • Hublift an der ersten Tür 
  • Energierückgewinnung beim Bremsen 
  • Kamerabasierte Außenspiegel für größeren Sichtbereich

Irizar-Gelenkbus »ie bus 18« 

  • Anzahl der Fahrzeuge: 15 
  • Länge: 18 Meter 
  • Reichweite: Bis zu 300 Kilometer pro Ladung 
  • Batteriekapazität: 470 kWh 
  • Sitzplätze: 37 
  • Stehplätze: 69 
  • Rollstuhlplatz: 1 
  • Hublift an der ersten Tür 
  • Energierückgewinnung beim Bremsen 
  • Kamerabasierte Außenspiegel für größeren Sichtbereich

Betriebshof Blumenthal: Unser Herzstück für Elektromobilität

Der Betriebshof Blumenthal ist der zentrale Standort für die Umsetzung der E-Mobilitätsstrategie im Liniennetz der BSAG. Seit Frühjahr 2024 wurde der Standort umfassend modernisiert und für den E-Bus-Betrieb angepasst. Die installierte Ladeinfrastruktur ermöglicht ein effizientes Aufladen der Fahrzeuge. Die gesamte Ladetechnik ist in einem neu errichteten Infrastrukturgebäude gebündelt, um eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten. Ein digitales Last- und Lademanagementsystem steuert die Energieverteilung, vermeidet Lastspitzen und senkt die Betriebskosten. 

Sicherheitskonzept und Personalqualifikation 
Zum baulichen Brandschutz wurden Stahlbetonwände errichtet, die eine unkontrollierte Brandausbreitung verhindern. Im August 2024 nahm die neue E-Bus-Werkstatt mit zwei Arbeitsständen den Betrieb auf. Das Werkstattpersonal wurde in der Hochvolt-Technik und im Umgang mit batterieelektrischen Bussen geschult. Seit April 2025 durchlaufen zudem mehr als 250 Fahrberienstete in Bremen-Nord Schulungen für den sicheren Betrieb dieses Fahrzeugtyps. 

Energieversorgung und Fuhrparkstruktur 
Eine Photovoltaikanlage auf dem Stahltragwerk der Ladeinfrastruktur unterstützt die Energieversorgung des Standorts. Der Betriebshof verfügt über Stellplätze für 50 E-Gelenkbusse sowie für 30 verbleibende Dieselbusse. Die Dieselbusse werden derzeit auf Linien eingesetzt, welche die Reichweite der E-Busse überschreiten, und dienen als betriebliche Reserve bei Ausfällen. Die langfristige Planung sieht in Blumenthal einen rein elektrischen Busbetrieb vor.  

Finanzierung und Förderung

Die Gesamtaufwendungen für die Beschaffung der 50 E-Gelenkbusse für Blumenthal und die dazugehörige Logistikinfrastruktur in Bremen-Nord belaufen sich auf rund 96 Millionen Euro. Die Stadt Bremen trägt rund 59 Millionen Euro bei, während der Eigenanteil der BSAG bei 14,7 Millionen Euro liegt. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) unterstützt das Vorhaben mit 22,2 Millionen Euro im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung von Bussen mit alternativen Antrieben im Personenverkehr“. Ergänzende Fördermittel stammen aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) sowie den europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) über das Programm NextGenerationEU. Die Koordination der Förderrichtlinie erfolgt durch die NOW GmbH, die Umsetzung liegt beim Projektträger Jülich (PtJ). 

Flottenausbau und Netzentwicklung

Nach der Inbetriebnahme des modernisierten Betriebshofs Blumenthal werden seit Ende Juni 2025 50 neue, batterieelektrische Gelenkbusse auf den Linien der 90er-Reihe in Bremen-Nord eingesetzt. Damit betreibt die BSAG insgesamt 70 E-Busse, was annähernd einem Drittel der gesamten Busflotte entspricht. 

Erweiterung der E-Bus-Infrastruktur 
In den kommenden Jahren entsteht am Industriehafen ein neuer, rein für E-Busse ausgelegter Betriebshof. Die Vorbereitung des Geländes und der Bau befinden sich in Planung. Im Anschluss erfolgt die schrittweise technische Umrüstung der bestehenden Betriebshöfe der BSAG. 

Das Unternehmensziel sieht vor, die gesamte Busflotte bis zum Jahr 2035 vollständig elektrisch zu betreiben. Die Umstellung der Antriebstechnologie dient der Erfüllung der gesetzlichen und kommunalen Vorgaben zur Luftreinhaltung und Lärmminderung im urbanen Raum. 

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